Klettern im Rofan und Karwendelgebirge

Klettern Rofan Karwendel

Die Achensee-Region bietet vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Auch Klettersportler kommen hier voll auf ihre Kosten. Rofan und Karwendelgebirge laden ein zu alpinen Touren und moderaten Sportkletterrouten. Im Hochseilgarten erleben auch Kinder spannende Kletterpartien.

Wer die Achensee-Region kletternd erobern will, hat die Qual der Wahl: Etwa 250 Kletterrouten sowie vier Klettersteige sowie zahlreiche alpine Klassiker lassen das Herz eines jeden Kletterers höher schlagen. In diesem weltweit gepriesenen Kletterparadies kann jeder Klettermax seine ganz persönliche Herausforderung suchen und finden.

Hochseilgarten Achensee

Für all diejenigen, die noch sehr viel Respekt vor dem Berg haben, die weniger Erfahrung im Klettern haben oder die das Klettern als Familienereignis erleben möchten, bietet sich der Hochseilgarten Achensee an.

Hier geht es zwar auch in teilweise recht schwindelerregende Höhen, doch Sicherheit hat hier höchste Priorität. So lassen sich im geschützten Raum vielfältige Klettererfahrungen sammeln, und das Adrenalin wird sicher auch hier reichlich fließen.

Es stehen insgesamt 7 Parcours zur Auswahl, 40 Baumpodeste und Seilrutschen sorgen für Spaß und Abwechslung. Der Hochseilgarten ist von Mitte April bis Anfang November geöffnet. Mit der Achensee-Gästekarte erhalten Sie 2 Euro Preisnachlass auf den Eintritt.

Klettern im Rofan

Im Rofan zwischen Wildem Kaiser und Achensee wird der Kletterer belohnt durch landschaftliche Gegensätze. Während auf der Südseite die sanft geschwungenen, saftig grünen Wiesen zu Füßen liegen, gibt sich die Nordseite schroffer und karger.

Einsteiger

Für Einsteiger und Kinder bieten sich die Klettergärten Mauritzalm, Grubastiege, Grubaplatte und Platzl an. Die Klettergärten sind von Mai bis Oktober zugänglich. Die Routen mit lustigen Namen wie Diddl, Sponge Bob, Biene Maja oder Pinocchio sind zwischen 10 und 20 m lang. Die Seehöhe liegt bei etwa 1850 bis 2000 m.

Fortgeschrittene

Für erfahrenere Kletterer stehen schwierigere Klettergärten und alpine Sportklettergebiete zur Auswahl, etwa die Grauwand unterhalb der Rofanseilbahn oder der Bärenkopf, der auch für Kinder geeignet ist. Das alpine Sportklettergebiet Klobenjoch mit seinen insgesamt 53 Routen ist dagegen definitiv nicht kindertauglich.

Das gleiche gilt für Rotspitz, Haidachstellwand und Hochissplatte. Bei der Rotspitz erwarten Sie Dolomiten-ähnliche waagerechte Kalkschichtungen. Die bis zu vier Seillängen langen Routen sind zwar verhältnismäßig moderat, aber recht steil.

Besondere Herausforderung

Eine besondere Herausforderung bildet der insgesamt 2 km lange Achensee-5-Gipfel-Klettersteig. Er führt, wie der Name bereits andeutet, über 5 zentrale Gipfel des Rofan, nämlich Haidachstellwand, Rosskopf, Seekarlspitze, Spieljoch, Hochiss, allesamt zwischen etwa 2200 und 2300 m über Seehöhe. Der Klettersteig kann variabel begangen werden und ist in Einzelabschnitten auch für Einsteiger geeignet. Die Haidachstellwand ist sogar für Kinder geeignet, der Rosskopf bietet Dolomiten-ähnliche Strukturen und Edelweiß.

Klettern im Karwendelgebirge

Als Alternative zu den Klettertouren im Rofan bietet das Karwendelgebirge ebenfalls eine Vielzahl von Strecken. Allerdings überwiegen hier die alpinen Sportklettergebiete – die ideale Herausforderung also für alle, die den besonderen Kick suchen.

Das wohl bekannteste alpine Sportklettergebiet im Karwendel ist das Lamsenjoch. Hier bietet sich der zum Beispiel Aufstieg zur Lamsenspitze, zum Lamsenhüttenturm oder zur Mitterkarlspitz an.

Safety first: Sicherheit geht vor

Klettern ist immer mit gewissen Gefahren verbunden, und selbst die kleine, unscheinbare Klettertour kann böse enden, wenn die grundlegenden Sicherheitsregeln nicht beachtet werden. Als Ungeübter sollten Sie natürlich nicht einfach leichtsinnig und wagemutig drauflosklettern. Vertrauen Sie sich der Führung eines erfahrenen Kletterers oder Bergführers an.

Die Achensee-Region hat viel Geld in die Infrastruktur und Sicherheit der Strecken investiert. Dies enthebt Sie jedoch nicht von Ihrer Eigenverantwortung. Kenntnis der Sicherung und Seiltechnik ist ebenso erforderlich wie das Abfragen des Wetterdienstes. Ein Gewitter oder Wetterumschwung, besonders in den alpinen Gebieten, kann lebensgefährlich werden.

Ein GPS-Handy mit einprogrammierter Notrufnummer (140 beziehungsweise 112) und frisch aufgeladenem Akku gehört unbedingt zur Ausrüstung dazu. Erkundigen Sie sich auch unbedingt über die für die Absicherung für das geplante Gebiet (Normalhaken, Klebehaken oder Niro-Expansionshaken).

Mit der erforderlichen Umsicht und einer sorgfältigen Planung, notfalls unter Hinzuziehung von Experten vor Ort, sollte die Klettertour aber gelingen. Die herrlichen Aussichten entschädigen für die Strapazen, und so fällt der Abstieg manchmal innerlich schwerer, als er es tatsächlich ist.

Foto: Achensee Tourismus

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Aktualisiert am 18. Mai 2018 um 16:03 Uhr von Hotel Bergland